Jetzt ist gut: Innere Ruhe finden ohne perfekt zu sein
Wie du innere Ruhe und Selbstakzeptanz findest und dich dabei nicht überforderst.
Für mehr Klarheit, Achtsamkeit und mentale Stärke im Alltag.
Stell dir mal für einen Moment vor, du würdest genau jetzt davon ausgehen, dass alles gut ist. Auch das, was sich gerade alles andere als gut anfühlt. Und ja, ich weiß, genau an der Stelle steigt innerlich oft sofort Widerstand auf. Weil da Dinge sind, die gerade wirklich weh tun. Ein Auftrag, der geplatzt ist. Eine Beziehung, die nicht mehr trägt oder bereits zerbrochen ist. Eine Kündigung. Eine Krankheit, die dich ausbremst und dir Grenzen setzt, die du so nicht wolltest. Dieser Beitrag ist keine Einladung, das schönzureden. Im Gegenteil. Es geht um etwas viel Ehrlicheres. Es geht darum, anzunehmen, was gerade faktisch da ist. Und am Ende bekommst du eine Übung, die dir genau dabei hilft. Mit einer Frage, die unbequem ist und gleichzeitig unglaublich kraftvoll.
Akzeptieren bedeutet nicht aufgeben
Ich habe lange geglaubt, dass Akzeptieren bedeutet, aufzugeben. Dass ich dann etwas hinnehme, was ich eigentlich nicht will. Und genau deshalb habe ich früher in schwierigen Phasen unglaublich viel Energie damit verbracht, innerlich dagegen anzukämpfen. Gegen Umstände, gegen Entscheidungen anderer, gegen Situationen, die ich mir anders gewünscht hätte. Wenn etwas nicht lief, wie ich es geplant hatte, dann war da sofort dieser innere Druck, das muss weg, das darf nicht sein, das muss schnell anders werden.
Ein ganz konkretes Beispiel aus meinem eigenen Leben. Es gab Zeiten, da lief etwas Wichtiges nicht so, wie ich es mir vorgestellt hatte. Und statt mir zu erlauben, enttäuscht oder traurig zu sein und das erst einmal stehen zu lassen, habe ich innerlich sofort angefangen, Lösungen zu erzwingen. Weiter, schneller, bloß nicht stehen bleiben. Nach außen wirkte das oft stark. Innerlich war es ein permanenter Kampf. Und dieser Kampf hat unglaublich viel Kraft gekostet. Nicht die Situation selbst, sondern mein Widerstand dagegen.
Der Kampf gegen das Jetzt macht müde
Was ich erst später verstanden habe, ist etwas ziemlich Simples und gleichzeitig ziemlich Unangenehmes. Die Realität ist ja bereits da. Ob ich sie mag oder nicht. Ob ich sie akzeptiere oder nicht. Sie ist. Und wenn ich sie nicht annehme, dann kommt zur Situation selbst noch mein innerer Widerstand dazu. Und genau der macht es schwer. Nicht das Ereignis allein.
Akzeptieren heißt nicht, dass du nicht traurig sein darfst. Oder wütend. Oder frustriert. Ganz im Gegenteil. Diese Gefühle gehören dazu. Akzeptieren heißt nur, dass du innerlich aufhörst zu sagen, das darf so nicht sein. Dass du anerkennst, dass es jetzt gerade genau so ist. Und dass du damit aufhörst, Energie in einen Kampf zu stecken, den du nicht gewinnen kannst. Denn das Jetzt lässt sich nicht wegdiskutieren.
Der Raum für Veränderung öffnet sich erst mit der Akzeptanz
Vielleicht bist du gerade an einem Punkt, an dem etwas weggebrochen ist. Vielleicht ist da etwas zu Ende gegangen, was dir wichtig war. Oder dein Körper zwingt dich gerade zu einer Pause, die du dir selbst nie erlaubt hättest. In all diesen Situationen zu sagen, das ist jetzt okay, bedeutet nicht, dass es gut ist. Es bedeutet nur, dass du anerkennst, dass es gerade deine Realität ist. Und genau das ist der Moment, in dem wieder Handlungsspielraum entsteht.
Denn solange du innerlich kämpfst, bist du gebunden. Du bist beschäftigt mit dem, was nicht sein soll. In dem Moment, in dem du akzeptierst, wird Energie frei. Energie, die du nutzen kannst, um neu zu denken, neu zu entscheiden, Dinge wirklich zu verändern. Akzeptanz ist kein Endpunkt. Sie ist der Startpunkt für Veränderung.
Die Übung: Was ist das Gute daran?
Nimm dir dafür bewusst Zeit. Schreib oben auf dein Blatt eine einzige Frage: Was ist das Gute daran?
Dann schreib dir zuerst ein oder zwei Situationen auf, die gerade schwierig sind. Dinge, die du dir anders wünschst. Und dann beantworte diese Frage. Was ist das Gute daran? Nicht im Sinne von schönreden. Sondern im Sinne von was wird mir hier gerade möglich, was wäre sonst nicht sichtbar, was lerne ich über mich, wo zwingt mich diese Situation ehrlich hinzuschauen.
Danach kannst du das Gleiche mit Dingen machen, die gut laufen. Auch hier die gleiche Frage: Was ist das Gute daran? Du wirst merken, wie sich dein Blick verschiebt. Weg vom inneren Kampf hin zu mehr Klarheit.
Mein Fazit: Der mutige Weg der Akzeptanz
Anzunehmen, was gerade ist, gehört zu den mutigsten Dingen, die man tun kann. Nicht weil es leicht ist, sondern weil es ehrlich ist. Der Kampf gegen die Realität kostet Kraft. Akzeptanz setzt sie frei. Und genau diese Energie brauchst du, um Dinge wirklich zu verändern. Nicht aus Druck heraus, sondern aus Klarheit. Genau da beginnt echte Selbstführung.
Ich wünsche dir ganz viel Freude und geniale neue Erkenntnisse bei dieser Folge!
Deine Kerstin
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Deine Kerstin
