Wie ich der Selbstsabotage ein Ende setze!

08 February 2016 - 09:01, von Kerstin Wemheuer, in selbstsabotage , 1 Comment

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1000 Dinge zu erledigen? 10 000 Ausreden und Gründe wieso ich heute nicht damit anfangen kann?

Wie ich der Selbstsabotage ein Ende setze!

1000 Dinge zu erledigen? 10 000 Ausreden und Gründe wieso ich heute nicht damit anfangen kann?

"Wer will, findet Wege. Wer nicht will findet Gründe."

Götz Werner

Ein gängiges Zitat, das die Meisten wohl kennen. Nützt nur nichts, wenn die Energie dann doch nicht reicht um loszulegen.

 

Aber wie und wo anfangen?

Selbstsabotage ist eine sehr erfolgreiche Strategie meines Unbewussten um zu verhindern, dass ich etwas beginne, was mich auch nur ansatzweise an mein Zieles führen könnte. In die Nähe eines Zieles gegen das mein Unbewusstes Bedenken oder Einwände hat. So verhindere ich selber sehr erfolgreich, dass ich loslege.

Berechtigte Gründe, wieso ich nicht anfangen kann, gibt es aber nur selten. Meistens sind diese Argumente nur vorgeschobene Ausreden, die nichts mit der Realität zu tun haben. Wenn ich mir die Zeit nehme und ernsthaft darüber nachdenke, kann ich mir selbst jeden einzelnen Bedenken-Punkt widerlegen. Und trotzdem spüre ich diese Blockade. Und meine Energie reicht genau in diesem Moment nicht um ins Handeln zu kommen.

Oft reichen aber kleine Handlungen und Tricks, um loszulegen. Folgende Tricks helfen mir - und vielleicht dann auch Dir - ins Handeln zu kommen. Und dann ist es oft, wie mit der Schneeflocke, die eine Lawine auslöst:

 

Ich stelle mir vor, dass ich mein Ziel schon erreicht habe

  • Woran genau kann ich erkennen, dass ich mein Ziel erreicht habe?
  • Wie fühlt sich das dann an?
  • Was siehe ich?
  • Was höre ich?
  • Kenne ich eine andere Situation, in der ich etwas erreicht habe, obwohl ich mich zuerst nicht aufraffen konnte?

Mit diesen einfachen Fragen gelingt es mir recht schnell mir vorzustellen, wie ich bereits mein Ziel erreicht habe. Was dazu führt, dass ich ein wunderbares Gefühl von Glück und Erfolg in mir aufrufen kann. Zusätzlich rutscht die Erkenntnis, dass mir das bereits schon mindestens einmal gelungen ist, wieder ins Bewusstsein. Dieses Glücksgefühl und das Bewusstsein, dass ich das schon kann, beflügeln mich immer wieder ungemein. Dann ist die Hürde ins Handeln zu kommen deutlich reduziert und dann kann es auch schon losgehen. Dann funktioniert es ganz einfach. Ganz herrlich einfach!

 

Wenn die Aufgabe zu groß erscheint, dann teile ich sie mir auf

Da wartet ein Berg von Arbeit auf mich und ich denke:

"Das schaffe ich nie. Das ist viel zu viel."

Genau deswegen bin dazu übergegangen mir die Teilaufgaben so klein zu gestalten, bis ich das Gefühl habe sofort anfangen zu können. Und dann ist es wie mit diesen kleinen schwarzen Dominosteinen: Ist die erste Teilaufgabe geschafft, schüttet mein Körper Dopamin aus. Dopamin ist als Belohnungs- und Glückshormon bekanntlich dafür verantwortlich, dass sich ein Glücksgefühl einstellt und Motivations- und Energielevel sich erhöhen. So generiere ich ausreichend Kraft für die nächste Teilaufgabe, die dann das nächste Glücksgefühl und den nächsten Energieschub auslöst. Und so weiter und so weiter... Ein Dominostein nach dem nächsten fällt um. Ich kann förmlich es vorher schon klicken hören.

 

Schokoladen-Technik

Es gibt ja auch Aufgaben, die schlicht und einfach erledigt werden müssen. Der Haushalt macht sich nicht von allein. Die Ablage leider auch nicht. Und nicht immer können wir diese Aufgaben delegieren.

Aber wenn ich es eh tun musst, dann erledige ich es doch mit möglichst Freude und gestalte mir die Aufgabe und die Rahmenbedingungen so schön wie möglich.

Wie das geht? Ganz einfach: Es gibt doch ganz sicher Aufgaben, die Du einfach liebst. Was machen diese Aufgaben aus, die Dir gern und leicht von der Hand gehen? Gibt es Modalitäten, die Du von diesen Aufgaben auf die noch ungeliebte Aufgabe übertragen kannst?

Ein Beispiel: Meine private Ablage gehört nun echt nicht zu meinen Lieblingsaufgaben. Muss aber gemacht werden, sonst dreht mein Steuerberater durch. Ich erledige alle meine Aufgaben sehr gern bei lauter Musik (natürlich nur wenn es geht). Im Notfall auch über Kopfhörer). Also höre ich jetzt immer beim Sortieren der Belege und Rechnungen laut Musik. Und Du kannst mir ganz sicher glauben: Jetzt geht mir die Ablage schneller und vor allem viel angenehmer von der Hand.

Aber Achtung: Meine Alternative war: Ich liebe Schokolade. Mit Schokolade neben mir, erledigen sich die Dinge auch ganz wunderbar. Allerdings sind die Nebenwirkungen (meine Waage anstatt des Steuerberaters dreht durch) eher unerwünscht.

Also vorher genau überprüfen, ob sich durch die neuen Rahmenbedingungen eventuell Nebenwirkungen einstellen, die noch unerwünschter sind, als die Aufgabe selbst.

 

Ich plane ein feste Zeiten ein.

Ich gebe meine Aufgaben immer einen festen Platz. Sowohl die Dauer der Aufgabe als auch Startzeit und Endzeit. Mein Outlook-Kalender ist mein Ein und Alles. Was nicht in meinem digitalen Kalender steht, ist schlicht und ergreifend nicht existent für mich. Ich nenne das Blockzeiten. Diese eingeplanten Blöcke sind heilig und werden eingehalten. Basta. Eine Verabredung mit mir selber. Bedarf etwas Übung und Selbstdisziplin, aber die Ergebnisse sind großartig.

Dabei ist sicherlich egal Du es ob in Outlook, im Chancenplaner oder im Tischkalender auf dem Schreibtisch einträgst. Hauptsache es wird eingeplant.

Eine ganz wunderbare Ausrede war bei mir früher immer gern

"Dafür habe da jetzt gerade keine Zeit ..."

Logisch. Zeiträume um die Dinge zu erledigen werden nur selten - und bei ungeliebten Aufgaben auch gern nie - frei. Es sei denn, Du nimmst Dir die Zeit dafür.

Mal ehrlich: Wenn mir was super wichtig ist, dann habe ich die Zeit dafür. Geht Dir das auch so?

Diese Ausrede kann also ganz schnell ausgehebelt werden. Einfach feste Zeiten einplanen. Natürlich muss man die Aufgabe dann auch noch anfangen, aber so ist zumindest die Basis / die Zeit dafür da.

 

Bewusst ja sagen zur Aufgabe

Gerade bei den ungeliebten Aufgaben mache ich mir immer wieder klar, dass niemand mich zwingt sie zu tun. Bei fast allen Dingen habe ich eine Wahl. Oft bin ich nur nicht bereit den Preis zu zahlen, den es kostet, wenn ich etwas nicht tue.

Niemand zwingt mich meine Rechnungen und Belege ordentlich und regelmäßig abzulegen. Allerdings ist mir durchaus klar, dass ich ein unglaubliches Chaos bewältigen muss, wenn ich die Unterlagen irgendwann meinem Steuerberater übergeben muss. Der Zeitaufwand ist dann deutlich höher.

Ich könnte noch weiter gehen: Ich kann die Belege auch gar nicht abgeben. Das kostet mich dann irgendwann garantiert eine empfindliche Geldstrafe. DAS will ich ganz sicher auch nicht. Von daher: Ich erledige meine Ablage, um diesen Preis nicht zahlen zu müssen.

Das Prinzip lässt sich im Großen und Ganzen auf fast alles übertragen. Und wenn mir bewusst ist, dass ich ja sage zu der vielleicht ungeliebten Aufgabe, bekommt das einen ganz anderen positiven Geschmack, weil ich mich FÜR etwas entschieden habe.

Hört sich gewöhnungsbedürftig an?! Und sicher schüttelt der ein oder andere hier den Kopf. Aber probiere dieses Gedankenspiel mal aus! Sich für etwas entscheiden, heißt definitiv der Opferrolle zu entgehen und sein Leben kreativ gestalten zu können.

Nicht jede Technik funktioniert bei jedem. Es gibt auch noch viele viele mehr. Nimm es einfach als Anregung und probiere einfach mal eine aus. Ich freue mich auf Deine Erfahrungen damit!

 

Über mich

Noch mehr Informationen über meine Arbeit als Erfolgs- und Mindsetcoach findest Du auf www.wemheuer.de und auf meine Seite bei Facebook unter https://www.facebook.com/wemheuercoaching/.

Ich freue mich auf Dein Feedback, Deine Bewertung bei iTunes. Und auch besonders über eine Rezension bei iTunes, um diesen Podcast zu optimieren und um viele Menschen zu unterstützen ihren Zielen näher zu kommen und erfolgreich zu erreichen. Danke!

Jetzt viel Spaß beim Hören!

 

Die "Blamiere dich täglich"-Challenge

"Life begins at the end your comfort zone" Neale Donald Walsch

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Bis bald und herzliche Grüße

Deine Kerstin

 

 

 

 

Kerstin Wemheuer
Über die Autorin: Kerstin Wemheuer

Erfolgs- und Mindsetcoach. Im Mittelpunkt meiner Arbeit steht Deine Ziele, Wert und Bedürfnisse in Einklang zu bringen. Ohne Druck und einem optimalen Ergebnis für Dich. In meinem Coaching musst Du kein fremdes Verhalten lernen oder antrainieren, um Dein Problem oder Deine Angst zu meistern. Jede Veränderung ist die logische Folge Deines neuen Bewusstseins, dass Du im Coaching erlernst. So kannst Du Dich und Dein Leben nachhaltig verändern und Deine Ziele erreichen – ohne belastenden Druck und im Einklang mit allen Deinen Werten.