147: Wieso Fehler machen eine gute Sache ist

21 August 2020 - 05:00, von Kerstin Wemheuer, in Podcast , No comments

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Wieso Fehler machen eine gute Sache ist

 In dieser Podcastfolge teile ich eine Geschichte über mich aus meiner Schulzeit mit dir, die zeigt, wieso Fehler machen eine gute Sache ist. Und ich habe zwei ganz wertvolle Gedanken für dich, wie du grundsätzlich dich leichter auf Fehler, das Scheitern und deine Ängste einlassen kannst, um sie als wertvolle Helfer für dich zu nutzen.


Und weil ich wirklich überzeugt bin, dass Fehler machen eine gute Sache ist, habe ich noch drei Tipps für dich, wie du dich leichter auf das Risiko Fehler zu machen und zu scheitern einlassen kannst. Um mehr Mut zum Handeln zu entwickeln und leichter deine Komfortzone zu verlassen.

Ich wünsche dir ganz viel Freude beim Hören und wertvolle Erkenntnisse.

 

Warum haben wir Angst vor Fehlern?

Bereits als Schülerin haben die vielen roten Markierungen in meinen Arbeiten mir meine Fehler sehr deutlich gezeigt. Einige ebenfalls rote Kommentare waren darüber hinaus wenig motivierend. Selbst bei guten Zensuren standen rote Anmerkungen am Rand und das hat dazu geführt, dass ich einen regelrechten Horror davor entwickelt habe, nach vorne an die Tafel zu müssen oder im Unterricht aufgerufen zu werden.

 

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Die Angst ausgelacht zu werden und einen dummen Kommentar von Klassenkameraden oder Lehrern zu hören, wurde von Jahr zu Jahr größer. Mit dem Ergebnis, dass ich eine Strategie entwickelt hatte, bis zum Abitur weder eine Hausarbeit noch einen Aufsatz vorlesen zu müssen und nur an die Tafel zu gehen, wenn ich die Lösung hundertprozentig wusste.

In der Berufsschule habe ich mich sogar krankgemeldet, wenn das Risiko zu groß war, unvorbereitet oder nach eigenem Empfinden „nicht gut genug“ zu sein.

 

Wachstum findet außerhalb der Komfortzone statt

Leider habe ich so in der Schule und in der Ausbildung viele Chancen vergeben, Erfahrungen mit Fehlern oder dem Scheitern zu machen. Und so auch damit, mich zu verbessern oder zu lernen, auch trotz meiner Ängste die Komfortzone zu verlassen. So konnte ich auch meinen Mut-Muskel nicht trainieren, Dinge zu tun, obwohl ich Angst hatte.

Wenn Du auch heute noch versuchst, Fehler zu vermeiden, wirst Du ebenfalls eine Strategie entwickelt haben, Dinge nicht zu tun, Dich nicht zu zeigen und Dein Wissen nicht mit anderen Menschen zu teilen.

„Mut ist nicht die Abwesenheit von Angst, sondern vielmehr die Erkenntnis, dass etwas wichtiger ist als Angst. Die Tapferen leben vielleicht nicht ewig, aber die Vorsichtigen Leben überhaupt nicht."

Eleanor Roosevelt

Eine gute Balance zwischen Zeiten innerhalb der Komfortzone und mutigen Schritten heraus, finde ich heute sehr wichtig. Du brauchst den Mut, neue Erfahrungen zu machen, um Deine Ziele zu erreichen.

Unser Unterbewusstsein mag diese Veränderungen meistens nicht und versucht, Dich von mutigen Schritten abzulenken oder zurückzuhalten. Dann kommst Du nicht ins Handeln. Wäre ich bei meiner Vermeidungsstrategie aus der Schulzeit geblieben, gäbe es diesen Podcast nicht – und auch viele andere Ziele hätte ich wohl nicht erreicht. Denn ohne Mut und Handeln wird unsere Komfortzone immer kleiner.

 

Fehler sind besser als ihr Ruf

Falls Du jetzt denkst, Du seist nicht mutig, schau Dir mal Deine Erfolge an! Was hat sich in den letzten Jahren verändert? Woran bist Du gewachsen? Was kannst Du heute, was Du vor einigen Monaten noch nicht konntest?

Da gibt es Veränderungen, denn Du hast sicher schon eine Ausbildung absolviert, vielleicht den Job gewechselt oder eine Beziehung beendet. Dabei hast Du jedes Mal Deine Komfortzone verlassen und warst mutig. Ich finde, wenn man einmal Mut gezeigt hat, kann man sicher sein, dass auch ein weiteres Mal gelingt!

Veränderungen sind wie ein Motor, ein innerer Antrieb. Vielleicht liegen Ängste oder limitierende Glaubenssätze darüber – aber Du trägst diesen Antrieb immer in Dir.

Bei mir kommen dieser Antrieb und die Lust auf Veränderungen auch daher, dass mir die sogenannten Opportunitätskosten zu hoch sind. Was passiert, wenn ich es nicht tue? Ich habe in kleinen Schritten meinen Mut-Muskel trainiert und aufgehört, Fehler negativ zu bewerten. Mittlerweile „liebe“ ich es, Fehler zu machen – auch wenn immer noch alte Glaubenssätze oder kritische Gedanken hochkommen. Ich habe Angst – aber ich mache es trotzdem!

Als ich gestern einen Vortrag zum Thema Scheitern gehalten habe, hat eine Teilnehmerin uns gezeigt, dass die Buchstaben des Wortes „Fehler“ neu zusammengesetzt das Wort „Helfer“ ergeben.

„Fehler sind großartige Helfer, sich weiterzuentwickeln.“

Du kannst also auf zwei Arten auf Fehler reagieren:

  1. Dich schlechtmachen und auf Dir herumhacken.
  2. Dich für den Mut loben und aus dem Fehler lernen.

So kannst Du wertschätzend aus dem Fehler lernen und erkennen, was Du beim nächsten Mal anders oder besser machen kannst. Ich habe schon viele wertvolle Dinge aus vermeintlichen Fehlern gelernt. Alle meine Fehler oder Momente des Scheiterns haben mich zu dem Menschen gemacht, der ich heute bin.

 

3 Tipps, wie Du leichter mit Fehlern leben kannst

Reflektiere Deine Fehler

Gerade an Tagen, die Du nur abhaken willst, finde ich es wichtig, einen Moment innezuhalten und zu reflektieren. Schenk Dir die Zeit und halte schriftlich fest, was wirklich schiefgelaufen ist. Nimm mit etwas Abstand eine Beobachterrolle ein und schaue wertschätzend auf Dich als die Person, die an diesem Tag Fehler gemacht hat.

Was kannst Du beim nächsten Mal besser oder anders machen?
Was darfst Du aus diesem Tag, aus einer Situation, lernen und als Mehrwert mitnehmen?
Welche Fähigkeit oder Ressource hätte Dir geholfen, die Situation anders zu meistern?

Diese Erkenntnisse kannst Du nutzen, um die Situation oder die Erfahrung noch einmal gedanklich zu durchleben – jetzt mit den fehlenden Ressourcen oder Kenntnissen. Dein Unterbewusstsein kann nicht unterscheiden, ob Du sie wirklich erlebst oder sie Dir vorstellst. Aber das Learning und die positiven Gefühle helfen Dir, beim nächsten Mal anders zu reagieren oder zu handeln.

 

Steh zu Deinen Schwächen

Hör auf, an Deinen vermeintlichen Schwächen herumzudoktern. Ordne sie auf einer Skala von -10 bis +10 ein. Und jetzt frage Dich, auf welche Zahl Du hinarbeiten kannst, wenn Du ernsthaft und ausdauernd an dieser Schwäche arbeitest. Eine Null? Eine eins oder zwei? Willst Du Deine Zeit und Energie wirklich dafür einsetzen?

Stärke Deine Stärken! Nimm Deine Schwäche liebevoll an, denn sie hatte zu irgendeiner Zeit eine wesentliche Bedeutung. Deine Energie schenke den Projekten und Ressourcen, für die Du brennst.

„Where focus goes, energy flows.“

Tony Robbins

Überlege Dir gut, welchen Eigenschaften Du Deine Aufmerksamkeit schenken willst.

Du bist nicht Deine Vergangenheit

Komm im Jetzt an! Halte nicht fest Entscheidungen, die Du früher einmal getroffen hast. Gräme Dich nicht wegen früherer Fehler oder Handlungen.

Ich höre in meinen Coachings häufig den Satz: „Ich bin halt so.“ Meine Haltung dazu ist eine andere: Du hast eine Strategie oder Eigenschaften entwickelt, um nicht zu verletzt zu werden. Um nicht von Ängsten dominiert zu werden. Um geliebt und anerkannt zu werden.

Gerne stelle ich dann die Gegenfrage: Bist Du wirklich so oder ist es ein antrainiertes Verhalten, das zu irgendeinem Zeitpunkt in Deinem Leben seine Berechtigung hatte?

Wir dürfen aus der Vergangenheit lernen oder von der Zukunft lenken lassen – Du kannst Jetzt und Hier handeln. Was willst Du wirklich in Deinem Leben tun? Nutze Ängste und Fehler als Helfer und Indikator für Wachstum. Setze Dich mit diesen beiden auseinander und finde Klarheit darüber, wer Du sein willst!

 

Mein Fazit

Trainiere Scheitern und lass Dich auf Fehler ein. Der Mut, mich aus meiner Komfortzone herauszuwagen, mit klopfendem Herzen und trotz meiner Ängste loszugehen, zu handeln, hat mir die besten Erfahrungen und Ergebnisse gebracht. Oder wie Dori es in „Findet Nemo“ so schön ausdrückt:

„Du kannst doch nicht zulassen, dass ihm nie etwas passiert! Dann passiert ihm doch nie etwas.“

Dorie zu Marlin (Nemos Vater)

Ich möchte Dich einladen, Dich auf das Risiko einzulassen, Fehler zu machen und zu scheitern … und sogar noch etwas mehr: Fehler bewusst zu machen. Leben bedeutet doch, dass etwas passiert! Ich wünsche Dir, dass Dir ganz viele schöne Dinge widerfahren und Du wundervolle Erfahrungen machst.

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Mehr über mich

Noch mehr Informationen über meine Arbeit als Erfolgs- und Mindsetcoach findest Du auf www.wemheuer.de/du-ich und auf meine Seite bei Facebook unter https://www.facebook.com/wemheuercoaching/.

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Bis bald und herzliche Grüße

Deine Kerstin

Kerstin Wemheuer
Über die Autorin: Kerstin Wemheuer

Erfolgs- und Mindsetcoach. Im Mittelpunkt meiner Arbeit steht Deine Ziele, Wert und Bedürfnisse in Einklang zu bringen. Ohne Druck und einem optimalen Ergebnis für Dich. In meinem Coaching musst Du kein fremdes Verhalten lernen oder antrainieren, um Dein Problem oder Deine Angst zu meistern. Jede Veränderung ist die logische Folge Deines neuen Bewusstseins, dass Du im Coaching erlernst. So kannst Du Dich und Dein Leben nachhaltig verändern und Deine Ziele erreichen – ohne belastenden Druck und im Einklang mit allen Deinen Werten.

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