005: Negative Emotionen gehen lassen

22 June 2017 - 02:27, von Kerstin Wemheuer, in Motivation , No comments

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Wie Du negative Emotionen gehen lässt

Es gibt eine Vielzahl an unterschiedlichen Emotionen und Gefühlszuständen. Von glücklich über entspannt bis wütend. Dazwischen liegen vermutlich hunderte andere Variationen.

Nur Du ganz allein entscheidest, in welchem dieser Gefühle Du sein willst. Das ist hin und wieder nicht ganz einfach. Aber ganz nach meinem Motto #f***einfachmachen verrate ich Dir in dieser Folge meine drei besten Tipps, wie Du Deine negativen Emotionen überwinden kannst, um in einen besseren Zustand zu wechseln.

Bist Du neugierig? Dann sei wieder dabei und lerne mit meinen Herausforderungen.

Immer gute Laune – immer gut drauf?

Ich habe eines Tages beschlossen, dass es mir besser geht, wenn ich gut drauf bin! Klingt verrückt? Eigentlich nicht, wenn Du erkennst: Nur Du bist dafür verantwortlich, ob Du gut drauf bist. Ich habe das irgendwann für mich begriffen – und auch, dass ich viel mehr erreiche, wenn es mir gut geht. Wenn ich also die Wahl habe, wie ich mich fühlen möchte, dann wähle ich: Gut drauf sein.

Es gibt noch einen Grund, warum ich gerne in einem guten Zustand bin: Es färbt auf mein Umfeld ab. Mein Umfeld reagiert auf mich und meine Gefühle. Diese Wechselwirkung kennst Du vermutlich auch. Es kann passieren, dass wir unsere Gefühlswelt unserer Umgebung anpassen. Da kommt Dein Kollege schlecht gelaunt ins Büro und sofort kippt die Stimmung.

Seit ich mich entschieden habe, die Kontrolle über meine Gefühle zu haben, sind magische Dinge passiert. Es heißt nämlich auch:

  • Ich gehe raus aus der Opferrolle.
  • Ich mache nicht mehr andere Menschen für meine Gefühle verantwortlich.
  • Die Umstände sind nicht schuld, dass ich in einem schlechten Zustand bin.

Ich habe begonnen, die Verantwortung für meine Emotionen zu übernehmen und sie zu leben.

 

Meine Gefühlswelt ist bunt & vielfältig

Negative Emotionen sind nur ein Teil der Gefühle und seit ich mich entschieden habe, die ganze Gefühlspalette leben zu dürfen, lebe ich intensiver. Ich kann von ganz mies gelaunt, wütend und zickig über entspannt und fröhlich bis eben so richtig gut drauf sein.

Mir geht es auch gar nicht darum, immer in einem tollen Zustand zu sein. Es ist wichtig, dass Du erkennst: Du hast die Wahl, in welchem Gefühlszustand Du sein möchtest! Grundsätzlich bleiben Gefühle circa drei Minuten bei Dir – es sei denn, Du entscheidest Dich, das Gefühl zu behalten.

Alle Gefühle zuzulassen ist wichtig. Es kann gut tun, richtig wütend zu sein. Trauer hat eine ganz wichtige Funktion für den Abschieds- und Heilungsprozess. Auf jeden Fall gibt es immer einen guten Grund, warum Du in einem bestimmten Gefühlszustand länger verweilst. Schlecht gelaunte Menschen haben irgendwann in ihrem Leben bemerkt, dass sie damit Aufmerksamkeit generieren und wählen diese Strategie, um ein Bedürfnis zu befriedigen.

 

Wie entstehen Emotionen überhaupt?

Deine Gefühle werden durch einen äußerlichen Reiz ausgelöst: Du siehst etwas, spürst etwas, hörst oder liest etwas. Dadurch entstehen in Deinem Kopf Gedanken und werden Bilder erzeugt. Diese Gedanken und Bilder sind abhängig von den Erfahrungen, die Du in Deinem Leben gemacht hast. Du hast einem Reiz im Außen eine bestimmte Bewertung gegeben – positiv oder negativ.

Aufgrund dieser Bewertung fängt Dein Körper an, bestimmte Hormone auszuschütten: Glückshormone wie Dopamin bei schönen Erfahrungen oder die sogenannten Neuropeptide, die Dich in einen schlechten Zustand bringen. Oft manifestiert sich ein Gefühl in Deinem Körper an einer bestimmten Stelle.

Bei mir beispielsweise reagiert bei negativen Emotionen mein Solarplexus, der bildet einen Knoten und bei Stress schnürt sich mein Hals zusammen. Meine Nase fängt an zu kribbeln, wenn ich von Glücksgefühlen geflutet bin.

Wenn Du Deine körperlichen Reaktionen kennst, hast Du einen guten Indikator, um zu merken, was mit Dir los ist – und Du kannst entsprechend handeln.

 

3 Tipps, wie Du Deine negativen Emotionen überwinden kannst

 

Erkenne den Auslöser

Wenn Du das nächste Mal schlechte Laune bekommst oder Dich nicht gut fühlst, schau mal, was im Außen passiert. Auf welchen Reiz reagierst Du gerade? Das braucht ein bisschen Übung und Achtsamkeit. Dabei kann Dir helfen, Deinen Tag am Abend zu reflektieren, um so den Auslösern für schlechte Gefühle auf die Schliche zu kommen.

Sobald Du den Reiz erkennst, der Dich in einen schlechten Zustand versetzt, kannst Du anfangen, ihn anders zu bewerten. Am Anfang ist dies ein ganz bewusster Vorgang, denn Du hast die Wahl, die Situation positiv oder negativ zu bewerten.

  • Was darfst Du in diesem Moment lernen?
  • Was ist das Positive an der Situation?
  • Wie kannst Du an dieser Erfahrung wachsen?

Ich meditiere täglich und nutze die Mediation, um mir solche Reize und Situationen genauer anzuschauen und mich zu fragen, wie ich sie anders bewerten kann.

Vor zwei Jahren habe ich ein Gefühlstagebuch geschrieben. Alle zwei Stunden habe ich mir den Wecker gestellt und notiert, in welchem Zustand ich gerade bin. Abends habe ich mir meine Notizen angeschaut und reflektiert, welche Auslöser es gegeben hat. Diese habe ich dann neu und anders bewertet.

„Du hast nicht immer die Wahl, was Dir im Leben passiert,
aber Du hast immer die Wahl, wie Du die Dinge bewertest."

Kerstin Wemheuer

Gefühle erkennen und zulassen

Oft drängen wir negative Emotionen weg, wir wollen meist nicht wütend oder traurig oder frustriert sein. Es gibt Situationen, wo es nicht anders geht – aber ich empfehle Dir zu üben, Deine Gefühle zuzulassen. Sie ganz bewusst anzunehmen und durch Dich hindurchfließen zu lassen. Schau sie Dir an:

  • Was kommen für Gefühle?
  • Welche Gedanken kommen in Dir hoch?
  • Wo in Deinem Körper manifestieren sich die Gefühle?

Häufig merken wir gar nicht, was gerade los ist, wir sind einfach schlecht drauf. Dann spiegelt uns das Umfeld, in welchem Zustand wir sind. Sobald Du Deine körperlichen Indikatoren kennst, kannst Du viel besser reagieren und entscheiden, diese negative Emotion zu verändern. Und falls Du Angst hast, Dich in schlechten Gefühlen zu verlieren, stell Dir einen Wecker, der Dich daran erinnert, dass Du jederzeit aus Deinem Zustand herausgehen kannst.

Du kennst den berühmten Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt. Das passiert, wenn wir unsere Gefühle zu lange verdrängen. Dann reicht ein kleiner Auslöser und wir explodieren. Das passiert, wenn Menschen nicht geübt sind, mit ihren Emotionen umzugehen.

 

E-Motion: Bewegung hilft!

In dem Wort Emotion steckt das englische Wort „Motion“ = Bewegung. Wenn gar nichts mehr hilft, schnüre ich meine Sportschuhe und laufe.

Komm ins Handeln! Beweg Dich. Das kann Sport sein, aber auch Aufräumen oder Putzen. Du wirst sofort merken, dass es Dir besser geht – denn Du gewinnst die Kontrolle zurück. Der positive Nebeneffekt: Dein Körper schüttet Dopamin aus und allein deswegen kommst Du schon in einen besseren Zustand.

Wenn ich merke, mein Kopf sabotiert alles, stelle ich mich vor einen Spiegel und lächle mich an. Selbst ein schiefes Grinsen führt dazu, dass mein Unterbewusstsein denkt: Sie lächelt. Sind wir gut drauf? Ja, wir sind gut drauf!

Auch hilfreich sind sogenannte Power-Posen: Reck die Faust in die Luft oder beide Arme (wie ein Sieger). Stell Dich mit den Händen in den Hüften hin und guck nach oben. Jede Pose, die Du in einem guten Zustand automatisch einnimmst, hilft Dir auch, in diesen besseren Zustand zu kommen.

 

Mein Fazit

Es bringt Dir und Deinem Umfeld so viel, wenn Du besser drauf bist. Und wenn wir alle in einem glücklicheren Zustand sind, macht es diese Welt gleich ein Stückchen besser.

Benutzte Deinen Körper, um negative Emotionen gehen zu lassen. Lerne Dich und Deine Gefühle besser kennen, damit Du handlungsfähig bist, wenn es mal wieder knirscht, stressig wird oder Menschen Dich fordern. Du hast die Wahl, wie Du Dich fühlen willst.

Hast Du Tipps & Tricks, wie Du negative Emotionen gehen lässt? Dann freue ich mich über Deine Nachricht oder Deinen Kommentar unter diesem Beitrag.

 

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Bis bald und herzliche Grüße

Deine Kerstin

Kerstin Wemheuer
Über die Autorin: Kerstin Wemheuer

Erfolgs- und Mindsetcoach. Im Mittelpunkt meiner Arbeit steht Deine Ziele, Wert und Bedürfnisse in Einklang zu bringen. Ohne Druck und einem optimalen Ergebnis für Dich. In meinem Coaching musst Du kein fremdes Verhalten lernen oder antrainieren, um Dein Problem oder Deine Angst zu meistern. Jede Veränderung ist die logische Folge Deines neuen Bewusstseins, dass Du im Coaching erlernst. So kannst Du Dich und Dein Leben nachhaltig verändern und Deine Ziele erreichen – ohne belastenden Druck und im Einklang mit allen Deinen Werten.

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