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Selbstführung statt Stillstand: Ehrlich sein genügt nicht

Geschrieben von Kerstin Wemheuer | 14.01.2026 06:41:00

Lerne wie du deine Reaktionen steuerst, bevor der Stress kommt

Warum es manchmal nicht genügt, die Wahrheit zu kennen, wenn du nicht weißt, wie du mit dir selbst umgehst.

 

Warum Ehrlichkeit alleine nicht ausreicht

Ehrlichkeit zu sich selbst fühlt sich gut an. Klar, befreiend und irgendwie erwachsen. Du erkennst deine Verhaltensmuster, du siehst deine Reaktionen, du verstehst, was abläuft und bist stolz auf deine Selbstreflexion. Aber oft erlebst du im Alltag, dass genau an dem Punkt, an dem es zählt, nichts passiert. Die richtige Entscheidung bleibt unausgesprochen. Die klare Haltung bleibt stumm. Du kennst den Weg, aber irgendetwas blockiert dich.

In dieser Folge geht es um den Unterschied zwischen Ehrlichkeit und dem, was danach kommt. Denn Erkenntnis allein ist schön, aber sie ist keine Veränderung. Veränderung entsteht erst, wenn du Selbstführung lernst. Nicht als Technik, nicht als weiteres Erfolgsrezept, sondern als eine innere Haltung im Alltag. Eine Haltung, die dich nicht überrascht, wenn es schwierig wird.

In diesem Beitrag tauchen wir gemeinsam in diesen Unterschied ein. Wir betrachten typische Alltagssituationen, wir hinterfragen deine Gewohnheiten und entdecken: Selbstführung beginnt nicht im Stressmoment, sie beginnt davor. Und sie beginnt bei dir.

 

Der Irrtum: Erkenntnis = Veränderung

Wie oft hast du dir schon gesagt: „Wenn ich das erst mal verstanden habe, dann wird es gut.“

Du hast reflektiert. Du hast erkannt, was du anders machen willst. Und trotzdem passiert im entscheidenden Moment wieder dasselbe.

Warum? Weil du zweimal denken kannst, aber nur einmal reagierst.

Ehrlichkeit ist der Moment des „Ah!“
Selbstführung ist der Moment des Handelns.

Erkenntnis gibt das gute Gefühl von Kontrolle. Sie macht uns oft glauben, wir hätten schon alles getan. Doch unser Verhalten wird nicht von unserem Wissen gesteuert, sondern von gewohnten emotionalen Reaktionen.

Ehrlichkeit zu sich selbst heißt, Muster zu erkennen.
Selbstführung heißt, diese Muster zu verändern.

 

Der Alltagstest – Was wirklich zählt

Stell dir vor:

Du sitzt im Gespräch. Vielleicht mit einem Kunden, einem Kollegen oder im Meeting. Du spürst: Hier stimmt etwas nicht. Du müsstest etwas ansprechen. Du willst ehrlich sein. Aber:

Du sagst nichts.
Du weichst aus.
Du rechtfertigst dich.

Nicht, weil du es nicht besser weißt. Sondern weil du gelernt hast, unangenehme Gefühle zu vermeiden. Dein System sucht Sicherheit. Deine alten Muster übernehmen.

Das ist kein Wissensproblem. Das ist ein Selbstführungsproblem.

 

Selbstführung beginnt davor

Viele glauben, Selbstführung sei eine spontane Heldentat im Moment der Herausforderung: „Wenn es darauf ankommt, werde ich stark sein.“

Doch das funktioniert selten. Denn wenn es soweit ist, übernimmt dein Autopilot. Dein Nervensystem reagiert nach altbekanntem Muster.

Selbstführung ist keine Reaktion, sie ist Vorbereitung.
Je besser du dich kennst, desto bewusster kannst du dich steuern.

 

Warum wir uns selbst im Weg stehen

Viele reflektierte Menschen kennen ihre Trigger. Sie wissen, wann sie ausweichen. Und doch tun sie es immer wieder. Warum?

Weil alte Programme Sicherheit geben. Auch wenn sie dich heute blockieren.

Selbstführung heißt:

  • Deine typischen Ausweichbewegungen erkennen

  • Dich selbst ehrlich beobachten

  • Bewusst neue Entscheidungen vorbereiten

Nicht, wenn’s brennt, sondern bevor es brennt.

 

Vorbereitung statt Überforderung

Wenn du dich vorab mit typischen Situationen beschäftigst, entwickelst du innere Klarheit. Du wirst handlungsfähig, weil du dich nicht mehr überrascht erlebst.

Drei Wahrheiten über Selbstführung:

  1. Du brauchst Selbstreflexion im Alltag.

  2. Du brauchst Bewusstsein für deine Gefühle und Gedanken.

  3. Du brauchst Vorbereitung statt spontanen Mut.

Selbstführung heißt nicht, alles richtig zu machen. Es heißt, bewusst mit sich selbst umzugehen.

 

Dein Umsetzungsschritt

Hier kommt dein praktischer Schritt zur inneren Veränderung:

Nimm dir 10 Minuten Zeit – bewusst, ruhig, ohne Ablenkung.

Und dann:

  1. Schreibe 3 Situationen auf, in denen du regelmäßig anders reagierst, als du es dir wünschst.

  2. Beschreibe ehrlich, wie du dich dort gewöhnlich verhältst – ohne Idealbild.

  3. Beobachte deine Muster – ohne Urteil.

Allein durch diese Übung bereitest du deine innere Selbstführung vor. Du veränderst dich nicht durch Druck, sondern durch bewusste Wahrnehmung deiner Reaktionsmuster.

 

Wie Selbstführung dein Leben verändert

Selbstführung zeigt sich nicht im großen Auftritt. Sie zeigt sich in leisen, klaren Entscheidungen:

  • In Gesprächen mit dir selbst.

  • In Momenten, in denen du spürst: Jetzt würde ich sonst ausweichen.

  • In der Vorbereitung auf schwierige Situationen.

Selbstführung stärkt deine zwischenmenschlichen Beziehungen, weil du klarer wirst – zu dir und zu anderen.

Du musst nicht mutiger werden. Du darfst klarer werden.

 

Mein persönliches Fazit

Ich erlebe in meiner Arbeit viele reflektierte Menschen. Sie wissen, wie sie ticken. Sie wissen, was sie wollen. Und trotzdem bleiben sie stecken. Nicht, weil sie zu wenig wissen – sondern weil sie glauben, Erkenntnis sei schon Veränderung.

Für mich beginnt Selbstführung dort, wo du nicht mehr wegschaust. Wo du Verantwortung für dein Verhalten übernimmst. Wo du nicht wartest, bis der Druck kommt, sondern dich innerlich vorbereitest.

Ich habe gelernt:
Echte Veränderung passiert selten im großen Moment. Sie beginnt im Stillen – mit der Entscheidung, ehrlich mit dir selbst zu sein und dich dabei ernst zu nehmen.

Wenn du aus diesem Beitrag nur eines mitnimmst: Du brauchst keinen perfekten Moment. Du brauchst Klarheit über dich selbst – jetzt.

Ehrlichkeit öffnet die Tür. Selbstführung entscheidet, ob du hindurchgehst.

Ich wünsche dir ganz viel Freude und geniale neue Erkenntnisse bei dieser Folge!

Deine Kerstin

 

Mehr über mich


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